Spieth mit Rekordergebnis zum Masters-Sieg in Augusta

Jordan Spieth hat seine starke Leistung beim 79. Golf-Masters in Augusta gekrönt und souverän das prestigeträchtige Traditions-Turnier gewonnen.

Spieth mit Rekordergebnis zum Masters-Sieg in Augusta
Erik S. Lesser Spieth mit Rekordergebnis zum Masters-Sieg in Augusta

Bei seinem Sieg mit vier Schlägen Vorsprung auf den Engländer Justin Rose und Phil Mickelson (USA) egalisierte der erst 21 Jahre alte Amerikaner mit einem Gesamtergebnis von 270 (18 unter Par) den bisherigen Masters-Rekord seines Landsmannes Tiger Woods aus dem Jahr 1997. Spieth ging zudem als zweitjüngster Sieger nach Woods in die Geschichte des ersten Major-Turniers des Jahres ein.

«Das war die unglaublichste Woche meines Lebens. Es gibt nichts Größeres in unserem Sport, ein Traum ist für mich wahr geworden», meinte Spieth kurz bevor ihm Vorjahressieger Bubba Watson (USA) das berühmte Grüne Jacket anzog. Spieth war mit einem Vorsprung von vier Schlägen auf Rose in die Schlussrunde gestartet. Auch der dreimalige Masters-Champion Mickelson rechnete sich mit fünf Schlägen Rückstand noch eine theoretische Siegchance aus. Letztlich konnten beide jedoch den Vorjahres-Zweiten nie richtig in Gefahr bringen.

«Es war ein tolles Turnier, ich habe gut gespielt, aber Jordan war einfach unglaublich», meinte Mickelson. Die 14 Schläge unter Platzstandard von ihm und Rose waren das niedrigste Ergebnis eines Nicht-Champions in Augusta. «14 unter reichen normalerweise, um hier zu gewinnen», bemerkte Rose und zollte zugleich dem neuen Champion Spieth Respekt. «Jordan ist einfach phänomenal und so komfortabel mit der Führung. Jedes Mal, wenn ich dachte, er wackelt vielleicht etwas, hat er einem souveränen Putt gemacht.»

Spieth ist der vierte Spieler, der bei seinem zweiten Start in Augusta gewinnen konnte. Zudem gelang ihm als fünfter Golfer ein Start-Ziel-Sieg an der Magnolia Lane. Und mit seinem Birdie am Sonntag auf der 15. Bahn war der Texaner der Erste der Turniergeschichte, der 19 Schläge unter Par lag.

Der viermalige Masters-Gewinner Woods fiel am Schlusstag mit einer 73er Runde auf Platz 17 zurück und beendete das Turnier mit einem Gesamtergebnis von 283 Schlägen. Vor einem Jahr hatte der 14-malige Major-Champion verletzungsbedingt gefehlt. Vor allem seinetwegen verzeichnete der US-Fernsehsender CBS diesmal ein gesteigertes Zuschauerinteresse. Am Samstag schalteten 48 Prozent mehr Amerikaner ein als 2014.