Spinnenmännchen verstümmeln weibliche Genitalien nach Sex

Einige Spinnenmännchen zerstören nach der Begattung weibliche Geschlechtsorgane, um sich damit die Vaterschaft zu sichern. Das haben Forscher der Universitäten Greifswald und Białystok (Polen) bei Untersuchungen der Radnetzspinne Larinia jeskovi herausgefunden.

Die Männchen dieser ungefähr einen Zentimeter großen Spinnenart zwickten eine äußere fahrradsattelartige Struktur der weiblichen Genitalregion - den Scapus - mit ihren Kopulationsorganen ab, sagte die Zoologieprofessorin Gabriele Uhl. «Ohne diesen Scapus, der primär der Verhakung der männlichen Kopulationsorgane dient, ist eine weitere Verkopplung der Genitalien nicht mehr möglich.» Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift «Current Biology» veröffentlicht.