Sport und Politik trauern um Muhammad Ali

George Foreman, gemeinsam mit Joe Frazier einer der größten Rivalen von Muhammad Ali im Schwergewicht, trauert um die Box-Ikone. «Ali, Frazier & Foreman - wir waren praktisch eines», twitterte der mehrmalige Schwergewichts-Champion Foreman.

Sport und Politik trauern um Muhammad Ali
Christian Charisius Sport und Politik trauern um Muhammad Ali

«Ein Teil von mir ist weggerutscht», schrieb er weiter. George Foreman hatte sich mit Ali 1974 in Kinshasa ein legendäres Gefecht geliefert, das später als «Rumble in the Jungle» in die Boxgeschichte einging. Nach zunächst harten Treffern gegen Ali ging Foreman in der achten Runde K.o. Ali wurde damals zum zweiten Mal Weltmeister und brach das Boxer-Gesetz «They never come back».

IOC-Präsident Thomas Bach reagierte «sehr betroffen» auf den Tod der Box-Ikone. «Er war ein Athlet, der die Herzen der Menschen rund um den Erdball berührt hat. Ein Athlet, der sich weit über den Sport hinaus engagierte, ein Athlet, der so vielen erkrankten Menschen Mut machte, als er das Olympische Feuer entzündete und dabei sein eigenes Leiden nicht versteckte», sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees.

Box-Manager Wilfried Sauerland zeigte sich tief betrübt über den Tod Alis. «Er und Nelson Mandela waren für mich die größten Persönlichkeiten der Welt», sagte der 76-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «In meinem Büro in Südafrika erinnert alles an Ali. An den Wänden hängen zahlreiche Fotos und Gemälde. Meine Frau hat mir eine lebensgroße Statue Alis von einem afrikanischen Künstler geschenkt. Davon gibt es weltweit nur zwei. Die andere besitzt Alis Tochter Laila.»

Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und seine Frau, die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton. «Seit dem Tag, als er 1960 Olympia-Gold gewann, wussten Boxfans auf der ganzen Welt, dass sie eine Mischung von Schönheit und Eleganz, Schnelligkeit und Stärke sahen, die vielleicht nie wieder erreicht werden wird», schrieb Bill Clinton. «Es war mir eine Ehre...mit einem Mann befreundet zu sein, der durch Triumph und Prüfungen sogar größer als seine eigene Legende wurde.»

In ihrer Trauer zeigen die Rivalen um das Weiße Haus seltene Einigkeit. Der republikanische Bewerber Donald Trump twitterte zum Tod Alis: «Ein wahrhaft großer Champion und wunderbarer Typ. Er wird von allen vermisst werden!»

Der britische Premierminister David Cameron würdigte Ali als Kämpfer für die Bürgerrechte. «Muhammad Ali war nicht nur ein Champion im Ring - er war ein Champion der Bürgerrechte und ein Vorbild für viele Menschen», twitterte Cameron am Samstag.