Sportwelt bestürzt über Anschlag in München

Nach dem Anschlag in München hat auch die Sportwelt mit großer Betroffenheit und tiefer Anteilnahme reagiert.

Sportwelt bestürzt über Anschlag in München
Andreas Gebert Sportwelt bestürzt über Anschlag in München

«Trauer, Mitgefühl, Fassungslosigkeit. Der FC Bayern München ist in Gedanken bei allen Betroffenen», schrieb der deutsche Fußball-Rekordmeister noch in der Nacht beim Kurznachrichtendienst Twitter. Der neue Bayern-Trainer Carlo Ancelotti reagierte bestürzt. «Sehr traurig... Unverständlich... Mein tiefes Mitgefühl mit den Opfern und Ihren Familien», teilte der Italiener mit.

Für ihr Testspiel in Landshut am frühen Samstagabend kündigten die Münchner einen Trauerflor für beide Mannschaften und eine Schweigeminute vor Spielbeginn in Gedenken an die Opfer vom Freitagabend an.

«Betet für München», bat Weltmeister Jérôme Boateng. «Die Geschehnisse in München machen mich traurig und sprachlos», meinte Abwehrspieler Holger Badstuber bei Twitter. Er sei traurig, solche Nachrichten zu hören, erklärte Bayern-Profi Javí Martinez. «Es muss jetzt aufhören», schrieb der Spanier.

Der Investor des Fußball-Zweitligisten 1860 München, Hasan Ismaik, reagierte «schockiert und fassungslos». Er schrieb: «Ich wünsche Euch viel Kraft in diesen schweren Stunden.» Wenige Stunden später sagten die «Löwen» ihr für Sonntag geplantes Fanfest ab. «Keinem Münchner - und keinem Löwen - ist an diesem Wochenende zum Feiern zumute», schrieben die Sechziger auf ihrer Homepage.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat auf eine generelle Absage der Spiele am Wochenende in der bayerischen Landeshauptstadt und der umliegenden Region verzichtet. Diese Entscheidung sei nach Rücksprache und auf Empfehlung der Münchner Polizei getroffen worden, teilte der BFV am Samstag mit. Bei allen Partien in Bayern findet am Wochenende eine Gedenkminute für die in München getöteten Opfer statt. 

Der Ligaverband mit den 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie der Deutschen Fußball Liga (DFL) nahm die grausamen Ereignisse mit «Trauer und Fassungslosigkeit» auf. Vom bayerischen Fußball-Bundesligisten FC Augsburg hieß es: «Wir sind fassungslos.» 

Tennisspielerin Angelique Kerber schrieb, ihre Gedanken seien in München. Aus den USA erklärte Tennisspielerin Sabine Lisicki: «Ich bin so erschüttert und immer noch sprachlos.» Von der Tour de France aus meldete sich Radprofi Tony Martin. Er sei so traurig, davon zu hören, was passiert sei. «Meine Gedanken sind in Deutschland», twitterte der Zeitfahr-Spezialist. Vor dem Start der vorletzten Etappe am Samstag gab es eine Schweigeminute.

Der Turner Marcel Nguyen, gebürtig aus München, teilte mit: «Ich bin tief geschockt von den traurigen Ereignissen in meiner Heimatstadt München. Meine Gedanken sind bei den Opfern der Familien, meiner Familie und meinen Freunden.»

Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch schrieb, sie sei in Gedanken bei den Opfern, deren Familien und Freunden. Skispringer Severin Freund zeigte sich «entsetzt und verstört» und fügte - offenbar mit Blick auf die schnell begonnene Debatte über Hintergründe - hinzu: «Für alles andere ist dann Zeit, wenn mehr über die Umstände bekannt ist, alles andere ist zutiefst respektlos.»