Sprengstoffweste des Pariser Angreifers war Attrappe

Der vor einem Pariser Polizeikommissariat niedergeschossene Mann trug die Attrappe einer Sprengstoffweste. Dies meldete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Innenministerium und Justizkreise.

Die Attrappe habe keinen Sprengstoff enthalten. Der Zwischenfall ereignete sich am Jahrestag des Terroranschlags auf das französische Satiremagazin «Charlie Hebdo».

Nach ersten Informationen soll der Mann versucht haben, in die Polizeidienststelle einzudringen. Er war mit einem Messer bewaffnet. Unter seiner Jacke soll er eine Tasche mit Klebeband getragen haben, wo auch ein Draht entdeckt wurde. Daher war zunächst vermutet worden, dass der Mann möglicherweise einen Sprengstoffgürtel trug. Sprengstoffexperten waren im Einsatz.

Weitere Hintergründe waren zunächst unklar. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve wollte direkt zu dem Polizeikommissariat fahren, um sich zu informieren, wie ein Ministeriumssprecher im Sender BFMTV ankündigte.

Nach Angaben des Polizeigewerkschafters Luc Poignant soll der Mann «Allah ist groß!» gerufen haben. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.