Springer und Döpfner sollen im Deutsche-Bank-Prozess aussagen

Im Münchner Strafverfahren gegen Top-Banker der Deutschen Bank wegen versuchten Prozessbetrugs im Fall Kirch wollen die Richter Verlegerin Friede Springer und Springer-Chef Mathias Döpfner als Zeugen vernehmen.

Ein konkreter Termin für die Vernehmungen stehe aber noch nicht fest, sagte der Vorsitzende Richter Peter Noll am Dienstag vor dem Landgericht München.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Vernehmung der beiden Zeugen beantragt. Sie legt Co-Bank-Chef-Jürgen Fitschen und vier weiteren Angeklagten zur Last, Richter getäuscht zu haben, um Schadenersatzzahlungen an die Erben des Medienunternehmers Leo Kirch zu vermeiden. Die Angeklagten bestreiten dis.

Kirch hatte der Deutschen Bank sein Leben lang vorgeworfen, ihn 2002 absichtlich in die Pleite gedrängt zu haben, um an der Zerschlagung seines Unternehmens Geld zu verdienen. Der Medienunternehmer war früher am Axel-Springer-Verlag beteiligt und hatte diesen Anteil für einen dreistelligen Millionenkredit bei der Deutschen Bank verpfändet.