Sprint-Staffeln im WM-Finale - Geher-Gold für Slowaken

Beide deutsche Sprintstaffeln haben bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking die Finals über 4 x 100 Meter erreicht. Der Geher Matej Toth hat die erste Goldmedaille für die Slowakei in der Geschichte der Weltmeisterschaften gewonnen.

Sprint-Staffeln im WM-Finale - Geher-Gold für Slowaken
Franck Robichon Sprint-Staffeln im WM-Finale - Geher-Gold für Slowaken

Die deutschen Frauen liefen am Samstagfrüh in der Besetzung Rebekka Haase, Alexandra Burghardt, Gina Lückenkemper und Verena Sailer eine Saisonbestleistung von 42,64 Sekunden und wurden damit Vierte ihres Vorlaufs. Das Männerteam mit Julian Reus, Sven Knipphals, Alexander Kosenkow und Aleixo-Platini Menga qualifizierte sich nach 38,57 Sekunden als Dritter für den Endlauf.

«Unsere Wechsel waren nur unterteste Kategorie. Mit einer Zeit von 38,57 Sekunden wollen wir uns nachher im Finale nicht von dieser WM verabschieden», meinte Reus.

Superstar Usain Bolt will mit der jamaikanischen 4 x 100-Meter-Staffel auch seine dritte Goldmedaille bei diesen Weltmeisterschaften gewinnen. Im Vorlauf am Samstagfrüh wurde Bolt noch geschont, Titelverteidiger Jamaika gewann sein Rennen aber auch so in 37,41 Sekunden.

Härtester Konkurrent im Finale werden die USA sein, die bereits am Morgen mit ihrer Bestbesetzung Trayvon Brommell, Justin Gatlin, Tyson Gay und Mike Rodgers antraten und in 37,91 Sekunden unterwegs waren. «Wir sind hungrig. Ich habe volles Vertrauen in meine Jungs», sagte Gatlin danach. Die Amerikaner haben seit der WM 2007 bei keinem Großereignis mehr die Goldmedaille über 4 x 100 Meter gewonnen. Am Anfang der Saison besiegten sie die Jamaikaner mit Bolt aber bei der Staffel-WM auf den Bahamas.

Über 50 Kilometer siegte Toth, der EM-Zweite des vergangenen Jahres, am Samstagmorgen nach einem einsamen Rennen an der Spitze des Feldes in 3:40:32 Stunden vor dem Australier Jared Tallent (3:42:17) und dem Japaner Takayuki Tanii (3:42:55). Der einzige deutsche Teilnehmer Carl Dohmann vom SC-Heel Baden-Baden musste das Rennen vorzeitig aufgeben. «Er fühlte sich heute einfach nicht gut», sagte Bundestrainer Ronald Weigel.