Spuren zur RAF nach Geldtransporterüberfall in Niedersachsen

Nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter in Niedersachsen haben Ermittler in zwei Tatautos DNA-Spuren von Mitgliedern der früheren Roten Armee Fraktion (RAF) gefunden.

Spuren zur RAF nach Geldtransporterüberfall in Niedersachsen
Polizeiinspektion Diepholz Spuren zur RAF nach Geldtransporterüberfall in Niedersachsen

Nähere Angaben zu den Verdächtigen machte die Staatsanwaltschaft in Verden vorerst nicht. Die Ermittler kündigten an, dass es im Laufe der Woche weitere Informationen geben werde.

Dem NDR zufolge handelt es sich um Spuren von drei RAF-Mitgliedern, die seit Jahrzehnten auf den Fahndungslisten stehen. Die genetischen Fingerabdrücke waren nach einem Überfall auf einen Geldtransporter am 6. Juni im Landkreis Diepholz gesichert worden.

Bei dem Überfall auf einem Parkplatz hatten drei Maskierte auf das gepanzerte Fahrzeug geschossen. Verletzt wurde niemand, die Kugeln blieben in einem Reifen und im Blech stecken. Die Täter flüchteten ohne Beute, es gelang ihnen nicht, die Türen des Geldtransporters zu öffnen.

Alle drei Beteiligten sollen dem NDR-Bericht zufolge unter anderem 1993 an dem Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstalt in Weiterstadt in Hessen beteiligt gewesen sein. Auch damals seien ihre DNA-Spuren gefunden worden.