«Spurensuche 2.0»: Roboter helfen an gefährlichen Tatorten

Die Suche nach Fingerabdrücken an besonders gefährlichen Tatorten könnte für die Polizei in Zukunft sicherer werden. Derzeit werden in München zwei Maschinen entwickelt, die das Auffinden solcher Spuren übernehmen könnten.

«Diese Geräte sind extra entwickelt worden für besondere Gefahrensituationen», sagte Lothar Köhler vom Bayerischen Landeskriminalamt. Als Beispiel nannte er Fingerabdrücke an Sprengsätzen, die mit Hilfe dieser Technik aus sicherer Entfernung gewonnen werden könnten. Bei dem Verfahren werden den Angaben zufolge zudem etwaige genetische Spuren am Tatort sichtbar gemacht und nicht zerstört.

Entwickelt wird das Projekt zur «Spurensicherung 2.0» in Kooperation mit der Münchner Hochschule für angewandte Wissenschaften, mit einer Gerätebaufirma und dem Bundeskriminalamt.

Nach Auskunft Köhlers, der das Dezernat für Innovation, Forschung und Prävention leitet, verfolgen die Prototypen zwei unterschiedliche Methoden. Ein Roboter macht Abdrücke von Fingern, Händen oder Füßen mit Hilfe von Streulicht sichtbar. Das andere Gerät nutzt ein chemisches Verfahren. Nach Hochschulangaben sollen beide Geräte spätestens Ende 2016 verfügbar sein.