Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehl gegen Limburger Bischof

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst einen Strafbefehl beantragt. Sie wirft ihm vor, im Zusammenhang mit einem Indienflug in zwei Fällen falsche Versicherungen an Eides statt vor dem Landgericht Hamburg abgegeben zu haben.

Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehl gegen Limburger Bischof
Fredrik von Erichsen Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehl gegen Limburger Bischof

Damit droht dem umstrittenen Bischof eine Geldstrafe. Das Hamburger Amtsgericht prüft derzeit den bereits am 25. September eingereichten Antrag. Beim Bistum war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Bischof ist gegen das Magazin «Spiegel» vor dem Landgericht in zwei Zivilverfahren vorgegangen. Ihm wird vorgeworfen, dabei von ihm unterzeichnete Eidesstattliche Erklärungen eingereicht zu haben, die nach Ergebnis der staatsanwaltlichen Ermittlungen falsch sind.

Dabei geht es um die Klasse, in der er geflogen ist und Ausagen von ihm gegenüber einem für den «Spiegel» tätigen Journalisten dazu. In seinen Erklärungen habe der Bischof unter anderem gesagt, es habe keine erneute Rückfrage des Reporters «Aber Sie sind doch erster Klasse geflogen?» gegeben, und er habe darauf auch nicht die Antwort «Business-Klasse sind wir geflogen» gegeben. Diese Erklärungen sind der Staatsanwaltschaft zufolge falsch.