Staatsanwaltschaft bestätigt Durchsuchungen beim Airbus-Konzern

Die Staatsanwaltschaft München hat Durchsuchungen beim Airbus-Konzern im Zusammenhang mit Geschäften in Rumänien und Saudi-Arabien bestätigt.

Staatsanwaltschaft bestätigt Durchsuchungen beim Airbus-Konzern
Guillaume Horcajuelo Staatsanwaltschaft bestätigt Durchsuchungen beim Airbus-Konzern

Bei den Ermittlungen gehe es um den Verdacht der Bestechung ausländischer Amtsträger sowie der Steuerhinterziehung, teilte die Behörde mit.

Derzeit haben die Ermittler den Angaben zufolge «eine niedrige einstellige Anzahl» an Beschuldigten im Visier. Über die Untersuchungen hatte die «Süddeutsche Zeitung» (Mittwoch) berichtet. Die Razzia soll demnach bereits im Oktober abgelaufen sein und sich auf die Standorte der Airbus Defence und Space GmbH bei München, Manching bei Ingolstadt, Ulm und Friedrichshafen erstreckt haben.

Ein Airbus-Sprecher erklärte, bereits einige Wochen vor den Durchsuchungen, habe es interne Untersuchungen im Konzern gegeben, weil man über die Vorwürfe informiert worden sei. «Selbstverständlich arbeiten wir mit der Staatsanwaltschaft zusammen», sagte der Sprecher.

Laut «SZ» sollen in Saudi-Arabien und Rumänien Amtsträger bestochen worden sein, damit die Airbus-Rüstungssparte Aufträge zur Grenzsicherung in Milliardenhöhe erhielt. Der Airbus-Sprecher sagte, es gehe um Geschäfte mit einem Volumen von rund 1,8 Milliarden Euro.