Starke Erdbeben erschüttern Nordosten Japans

Schwere Erdbeben haben erneut die Katastrophenregion im Nordosten Japans erschüttert. Schäden wurden aber nicht gemeldet. Die Meteorologische Behörde warnte die Bewohner der Provinz Iwate nach einer ersten Erschütterung der Stärke 6,9 zunächst vor einem ein Meter hohen Tsunami.

Nachdem kleinere Flutwellen bis zu 20 Zentimeter Höhe die Küste erreichten, hob die Behörde die Warnung wieder auf. Ein weiteres Beben der Stärke 5,7 vor Iwate stellte den Angaben nach keine Tsunami-Gefahr dar. Nach Angaben der Regierung kam niemand durch die Beben zu Schaden.

Vor fast genau vier Jahren, am 11. März 2011, waren Iwate und benachbarte Provinzen im Nordosten des Inselreiches von einem Erdbeben der Stärke 9,0 und einem gewaltigen Tsunami heimgesucht worden. Fast 19 000 Menschen starben. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in der Nachbarprovinz Fukushima kam es zum Super-Gau. Diesmal blieben die Atomkraftwerke in der Region nach Angaben der Betreiber jedoch unversehrt. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Erde.

Zwischenzeitlich waren rund 1000 Bewohner an der Küste Iwates aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Das Zentrum des ersten Bebens von 08.06 Uhr Ortszeit lag im Pazifischen Ozean 210 Kilometer östlich von Miyako in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. Das Zentrums des zweiten Bebens von 13.46 Uhr Ortszeit lag in rund 50 Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden.