Starkes Schürrle-Debüt: Wolfsburg 3:0 gegen Hoffenheim

Fußball-Weltmeister André Schürrle hat ein furioses Bundesliga-Comeback beim VfL Wolfsburg gefeiert. Die Niedersachsen gewannen mit dem 32-Millionen-Euro-Neuzugang gegen 1899 Hoffenheim mit 3:0 (2:0) und festigten damit den zweiten Tabellenplatz.

Starkes Schürrle-Debüt: Wolfsburg 3:0 gegen Hoffenheim
Peter Steffen Starkes Schürrle-Debüt: Wolfsburg 3:0 gegen Hoffenheim

Schürrle gab dabei die Vorlagen zu den Toren durch Bas Dost (3. Minute) und Kevin De Bruyne (28.), der auch das 3:0 erzielte (84.). Hoffenheim kassierte bereits die dritte Pleite in Serie und verliert immer mehr den Anschluss an die Europapokalplätze.

Die Wolfsburger dagegen untermauerten mit Neuzugang Schürrle vor 26 356 Zuschauern ihre Champions-League-Ambitionen. 630 Tage nach seinem bis Samstag letzten Bundesligaspiel am 18. Mai 2013 mit Bayer Leverkusen beim Hamburger SV (1:0) durfte der Offensivspieler von Beginn an für den VfL ran.

Erst am Montagabend hatte sich der VfL mit dem FC Chelsea auf die Wolfsburger Rekordablösesumme von geschätzten 32 Millionen Euro geeinigt. «Wir schauen einfach, wie lange er durchhält», hatte Wolfsburg-Coach Dieter Hecking vor der Partie dem TV-Bezahlsender Sky gesagt und wurde belohnt, zumal Schürrle Luft bis zum Ende hatte.

Der Nationalspieler spielte schwungvoll und ohne Anpassungsprobleme. Bereits in der dritten Minute leistete er die präzise Vorarbeit zum fünften Saisontreffer des Niederländers Dost. Danach entwickelte sich ein ansehnliches und schnelles Spiel, in dem Hoffenheim sich nicht versteckte, Wolfsburg aber spielbestimmend blieb.

Vor allem Schürrle zeigte, warum Wolfsburg ihn aus London geholt hatte. Nach gut einer Viertelstunde vergab er das 2:0, nachdem er Gäste-Keeper Oliver Baumann bereits ausgespielt hatte. Eine knappe Viertelstunde später scheiterte der 24-Jährige mit einem Volley-Kracher noch an der Latte. Den Abpraller köpfte De Bruyne ins Tor.

Danach fiel den Kraichgauern nicht mehr viel ein. Auch der erst 18 Jahre alte Debütant Nadiem Amiri, der für den gelb-gesperrten Sebastian Rudy spielte, blieb blass. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Gästespiel mit der Einwechslung von Steven Zuber nicht.

Hoffenheim wurde kaum gefährlich und scheiterte immer wieder spätestens am Wolfsburger Strafraum. Überhaupt wurde die Partie deutlich niveauarmer. Der Spielfluss auf beiden Seiten wurde immer wieder durch technische Fehler oder kleinere Fouls unterbrochen.

Erst mit der Einwechslung von Stürmer Anthony Modeste nach gut einer Stunde wurde Hoffenheim wirklich gefährlich. Der Franzose scheiterte in der 71. Minute allerdings frei vor dem glänzend reagierenden Wolfsburger Keeper Diego Benaglio. Nach vorne zeigte Wolfsburg nun nicht mehr viel. Schürrle und De Bruyne indes ragten weiter aus dem VfL-Kollektiv hervor. Wann immer es gefährlich für Hoffenheim wurde, waren beide beteiligt. Die endgültige Entscheidung zum verdienten Sieg besorgte De Bruyne per Weitschuss kurz vor dem Ende.