Starkregen macht Rockfestivals zu schaffen

Die Besucher der Rockfestivals in der Eifel und in Nürnberg müssen sich auf legendäre Woodstock-Verhältnisse mit viel Regen und Schlamm einstellen.

Starkregen macht Rockfestivals zu schaffen
Thomas Frey Starkregen macht Rockfestivals zu schaffen

Wegen Verschlammung wurden bereits am Freitag einzelne Abstellplätze für Autos am Flugplatz Mendig in der Osteifel gesperrt, wie Polizei und Veranstalter mitteilten. Dort trafen bis Donnerstagabend 45 000 Besucher zum «Rock am Ring» ein. Auch auf dem Nürnberger Zwillingsfestival «Rock im Park» schlugen Zehntausende von Rockfans ihre Zelte auf.

Das dreitägige Doppelfestival präsentiert mehr als 80 Bands auf mehreren Bühnen. Zu den Höhepunkten im Programm zählen die US-Rocker Red Hot Chili Peppers und die Heavy-Metal-Legende Black Sabbath. Mit dabei sind auch die kanadische Alternative-Rocker Billy Talent, die US-Band Korn und die deutsche Hip-Hop-Gruppe Fettes Brot.

Der Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erwartete für beide Festivals schwüle Tage mit Temperaturen von 22 bis 25 Grad und ein hohes Gewitterrisiko. Dabei könne es auch örtlich zu Starkregen kommen. «Die entscheidende Frage ist, wo ein Unwetter dann tatsächlich auftritt», sagte Herold. «Es kann auch an den Festivals vorbeiziehen.»

Sollten die Wiesen aufgeweicht werden und verschlammen, könnten Erinnerungen an das legendäre Woodstock-Festival vom August 1969 in Bethel bei New York wach werden. Damals kamen mehr als 400 000 Menschen auf einer Wiese zusammen, um unter dem Motto «Love and Peace» Musik zu hören. Bei «Rock am Ring» waren erst im vergangenen Jahr 33 Menschen bei Blitzeinschlägen verletzt worden.