Statiker prüfen einsturzgefährdete Hochhäuser in Hamburg

Die Statik der einsturzgefährdeten Esso-Häuser an der Reeperbahn in Hamburg-St. Pauli wird erneut überprüft. Am Montag sollten Mitarbeiter der Landesprüfstelle Baustatik ihre Einschätzung zu den maroden Gebäuden abgeben, wie Bezirksamtschef Andy Grote (SPD) sagte.

Statiker prüfen einsturzgefährdete Hochhäuser in Hamburg
Angelika Warmuth Statiker prüfen einsturzgefährdete Hochhäuser in Hamburg

«Es gab bislang keine sichtbaren Schäden, etwa Risse.» Nach Anordnung des Bezirksamtes sind die Häuser, die in der Nacht zum Sonntag evakuiert worden waren, gesperrt. Bewohner hatten von wackelnden Wänden berichtet. Die Mieter kamen bei Verwandten, Freunden oder in einer Turnhalle unter. Am Montag durften sie nochmals Haustiere oder Wertsachen aus ihren Wohnungen holen.

Unter Hochdruck werde nach Ersatzwohnungen gesucht, berichtete Grote. Er hofft, dass Mieter und Gewerbetreibende noch ihr gesamtes Inventar herausholen können. Ziel sei ein geregelter Auszug. Stünden die Häuser leer, könnte nach Grotes Einschätzung ein Abriss schon im 1. Quartal 2014 geschehen. Die Behörde stehe im engen Kontakt mit dem Grundeigentümer Bayerische Hausbau. Seit längerem ist geplant, die Häuser 2014 abzureißen und das Gelände neu zu bebauen.

Für kommenden Samstag (21. Dezember) haben Linksalternative zu einer Demonstration aufgerufen, bei der sie sich für den Fortbestand der «Esso-Häuser» sowie für das Kulturzentrum «Rote Flora» einsetzen wollen. Die Polizei erwartet mehr als 3000 Teilnehmer.