Steinbrück und Merkel im TV-Duell sachlich

Zum Auftakt des TV-Duells hat SPD-Herausforderer Peer Steinbrück der Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Untätigkeit vorgeworfen. «Mich bewegt die Vorstellung von einem Land, das aus dem Stillstand herauskommt», sagte er beim einzigen Fernsehduell mit Merkel.

Steinbrück und Merkel im TV-Duell sachlich
Ard / Handout Steinbrück und Merkel im TV-Duell sachlich

Die CDU-Chefin konterte: «Wir haben gezeigt, dass wir es können.» Die ersten Minuten des Duells waren von einer sachlichen Tonlage geprägt.

Drei Wochen vor der Bundestagswahl forderte Steinbrück die Bürger auf, sich von Merkel nicht einlullen zu lassen. Sie sitze viele Probleme aus: «So kann man Zukunft nicht gewinnen», sagte Steinbrück. Merkel betonte, bei der Wahl am 22. September gehe es um die Frage: «Wem können die Menschen mehr vertrauen, dass es Deutschland weiter gut geht?»

Den Menschen gehe es besser als vor vier Jahren. Die schwarz-gelbe Regierung habe vor allem die Euro-Schuldenkrise gut gemeistert. «Deutschland ist Wachstumsmotor und Stabilitätsanker», sagte Merkel.

Auf die Frage, ob der in Umfragen abgeschlagene Steinbrück ihr leidtue, antwortete Merkel: «Das hat doch Herr Steinbrück nicht nötig.» Der SPD-Herausforderer setzte in den ersten Minuten des Duells unter anderem auf das Thema soziale Gerechtigkeit. Er stelle sich ein Land vor, «in dem jeder von seiner Hände Arbeit leben kann».

Eine Pkw-Maut für Ausländer, wie sie die CSU verlangt, ließ Merkel weiter offen. Diese sei europarechtlich sehr schwierig, sagte sie.