Steinmeier: Iran soll Einfluss auf Assad nutzen

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Iran zur Mitwirkung bei der Suche nach einer politischen Lösung für den Syrien-Konflikt aufgefordert.

Steinmeier: Iran soll Einfluss auf Assad nutzen
Abedin Taherkenareh Steinmeier: Iran soll Einfluss auf Assad nutzen

Zum Auftakt seines ersten Besuchs in Teheran appellierte Steinmeier an den Iran, seinen Einfluss auf Syriens Machthaber Baschar al-Assad und dessen Umgebung zu nutzen, damit «erste Schritte hin zu einer Deeskalation in Syrien» möglich seien.

Der Iran ist zusammen mit Russland wichtigster Unterstützer Assads. Alle Versuche, ihn zusammen mit anderen Regionalmächten wie der Türkei und Saudi-Arabien zu gemeinsamen Syrien-Gesprächen zu bewegen, hatten bislang keinen Erfolg. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zeigte sich bei einem Treffen mit Steinmeier aber grundsätzlich zu Gesprächen bereit. «Der Iran möchte freundschaftliche Beziehungen zu all seinen Nachbarn», sagte Sarif.

Der letzte längere Besuch eines deutschen Außenministers im Iran liegt bereits zwölf Jahre zurück. Seither waren die Beziehungen durch den Streit um das iranische Atomprogramm belastet.

Am Sonntagnachmittag reist Steinmeier nach Saudi-Arabien weiter, Irans wichtigstem Gegenspieler in der Golfregion. Letzte Station der Reise ist dann am Dienstag Jordanien.

Zuletzt war der damalige grüne Außenminister Joschka Fischer 2003 zu einem längeren Besuch im Iran. 2011 war dann auch der damalige FDP-Außenminister Guido Westerwelle für einige Stunden in Teheran. Damals ging es darum, zwei inhaftierte deutsche Journalisten zurück nach Berlin zu bringen.