Steinmeier optimistisch bei Atomgesprächen mit Iran

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, in den Atomgesprächen mit dem Iran zu einem Abschluss zu kommen. «Näher waren wir uns in den vergangenen Jahren nie», sagte Steinmeier der ZDF-Sendung «Berlin direkt».

Allerdings gebe es auch noch einige Hürden auf dem Weg zu einer Einigung. «Wir müssen sicher sein, dass der Griff nach Atomwaffen glaubwürdig und nachhaltig ausgeschlossen bleibt, dazu fehlen noch einige Elemente.» Steinmeier bestätigte, seine eigentlich geplante Reise nach Kasachstan abgesagt zu haben, um auch die Nacht durch in Lausanne zu verhandeln.

In dem seit zwölf Jahren andauernden Streit um das iranische Atomprogramm geht es darum, Teheran daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln. Der Iran bestreitet diese Absicht und fordert seinerseits vom Westen die Aufhebung der Sanktionen.

Für Wirbel bei den Atomverhandlungen sorgte der Asylantrag eines jungen iranischen Reporters. Der Journalist des von Studenten der iranischen Asad-Universität geführten Nachrichtenportals ISCANEWS war zusammen mit einem Fotografen für das Atomtreffen nach Lausanne entsandt worden. Dort angekommen, soll er sofort bei den Schweizer Behörden einen Asylantrag gestellt haben.

Sowohl das iranische Außenministerium als auch der Chef von ISCANEWS bestätigten den für das Land peinlichen Zwischenfall.