Steinmeier sieht erste Erfolge im Kampf gegen den IS im Irak

Außenminister Frank-Walter Steinmeier sieht erste Erfolge im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) im Irak. 25 Prozent der an den IS verlorenen Gebiete seien zurückerobert und viele Städte befreit worden, sagte unmittelbar vor einem Treffen der Anti-IS-Koalition in Rom.

«Es kommt jetzt darauf an, dass nicht nur militärische Siege gefeiert werden, sondern dass die befreiten Gebiete auch stabilisiert werden.»

In Syrien profitiere der IS dagegen weiterhin davon, dass das Regime von Präsident Baschar al-Assad die Opposition und die Opposition sich untereinander bekämpfe. Er forderte Assad auf, als Signal in den gerade gestarteten Friedensgesprächen humanitäre Hilfe für eingeschlossene Gebiete zuzulassen. Dies wäre eine «vertrauensbildende Maßnahme».

Nach dem Treffen in Rom reist Steinmeier in den Iran und nach Saudi-Arabien weiter. Er forderte beide Länder auf, ihrer Schlüsselrolle für die Konfliktlösung in Syrien gerecht zu werden. «Es gibt eine Verantwortung jenseits der eigenen Grenzen», sagte er. «Wir setzen darauf, dass in Teheran und Riad verstanden wird, dass wir beide brauchen.»

Die Spannungen zwischen beiden Ländern dürften sich nicht auf die Syrien-Gespräche auswirken. «Wenn das außer Kontrolle gerät, kann sehr schnell alles zerstört werden, was wir mit Blick auf mögliche Syrien-Lösungen in den letzten Wochen und Monaten auf den Weg haben bringen können.»