Steinmeier will vorsichtige Öffnung Kubas unterstützen

Erstmals besucht ein bundesdeutscher Außenminister Kuba: Frank-Walter Steinmeier traf heute zu einem zweitägigen Aufenthalt auf der sozialistischen Karibikinsel ein.

Der SPD-Politiker will die vorsichtige Öffnung Kubas unterstützen und die Chancen für eine engere Zusammenarbeit ausloten, nachdem die USA die Normalisierung ihrer Beziehungen zu Kuba eingeleitet haben.

Der letzte Aufenthalt eines Bundesministers auf Kuba liegt bereits 14 Jahre zurück. 2001, zu Zeiten der rot-grünen Koalition, war der damalige Wirtschaftsminister Werner Müller dort.

Auf Steinmeiers Programm in der Hauptstadt Havanna stehen Treffen mit Außenminister Bruno Rodriguez und weiteren Kabinettsmitgliedern. Eine Begegnung mit Staatschef Raúl Castro (84) galt als möglich. Dagegen wurde eine Zusammenkunft mit dem einstigen «Revolutionsführer» Fidel Castro - Raùl Castros Bruder - nicht erwartet. Der Außenminister wird von einer kleinen Wirtschaftsdelegation begleitet.

Kuba hat sich in den vergangenen Jahren in kleinen Schritten geöffnet. Seit 2014 laufen neue Verhandlungen zwischen Havanna und Brüssel über einen politischen Dialog.

Die USA und Kuba wollen noch in diesem Monat wieder diplomatische Beziehungen aufnehmen. Nach der Revolution auf Kuba 1959 hatte Washington die Kontakte gekappt.