Strafzinsen: Deutsche Bank erwartet keinen Trend

Die Deutsche Bank sieht noch keinen allgemeinen Trend zu Strafzinsen. «Wir sind für Privatkunden nicht besorgt», sagte Finanzchef Stefan Krause in Frankfurt.

Strafzinsen: Deutsche Bank erwartet keinen Trend
Karl-Josef Hildenbrand Strafzinsen: Deutsche Bank erwartet keinen Trend

«Ich glaube schon wegen des psychologischen Moments nicht, dass es Negativzinsen für Sparer geben wird.» Es gehe mehr um Guthaben von Großkunden. Die Frage sei, wie lange die Banken die Rechnung noch zahlen könnten, da sie selbst für kurzfristige Einlagen bei der Europäische Zentralbank (EZB) drauflegen müssen.

Als erste Großbank hatte in dieser Woche die Commerzbank angekündigt, sie behalte sich bei einzelnen Großkunden die Berechnung einer «Guthabengebühr» vor.

Auch die Düsseldorfer WGZ - die Zentralbank der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen - berechnet einzelnen institutionellen Kunden negative Zinsen.

Die Institute begründen dies mit der Zinspolitik der EZB: Diese kassiert von Banken derzeit 0,2 Prozent Zinsen, wenn diese Geld bei ihr parken. Das soll die Institute zu mehr Krediten zwingen. Die Gebühr geben erste Banken nun weiter - etwa an Unternehmenskunden, für die sie große Geldbestände vorhalten.