Strahlenschutz-Prüfung in AKW Philippsburg nur vorgetäuscht

Ein Mitarbeiter des Energiekonzerns EnBW hat im Atomkraftwerk Philippsburg Kontrollen an Messeinrichtungen für Strahlenschutz nur vorgetäuscht. Das Umweltministerium als zuständige Aufsichtsbehörde reagierte mit einer aufsichtlichen Anordnung.

Strahlenschutz-Prüfung in AKW Philippsburg nur vorgetäuscht
Uwe Anspach Strahlenschutz-Prüfung in AKW Philippsburg nur vorgetäuscht

Das baden-württembergische Umweltministerium will den Betrieb der derzeit stillstehenden Anlage daher bis auf Weiteres untersagen, wie es in Stuttgart mitteilte. Nach Angaben des Konzerns in Karlsruhe hat ein Mitarbeiter eines externen Dienstleisters im Block 2 des Kernkraftwerks nur vorgetäuscht, Messeinrichtungen für Strahlenschutz zu prüfen. Die Funktionstüchtigkeit der Einrichtungen sei jedoch gewährleistet, hieß es. Das habe durch frühere und spätere Prüfungen nachgewiesen werden können.

Mit der aufsichtlichen Anordnung des Umweltministeriums solle dem Betreiber EnBW nach einer noch ausstehenden Anhörung vorläufig untersagt werden, das Kraftwerk wieder anzufahren. Derzeit befindet sich der Reaktor demnach in der turnusmäßigen Revision - ist also nicht am Netz.