Gerichtshof urteilt über Sterbehilfe für Querschnittsgelähmten

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) urteilt heute über die Sterbehilfe für den querschnittsgelähmten Vincent Lambert in Frankreich.

Gerichtshof urteilt über Sterbehilfe für Querschnittsgelähmten
Rolf Haid Gerichtshof urteilt über Sterbehilfe für Querschnittsgelähmten

Der Grund für dieses höchstrichterliche Urteil ist das tiefe Zerwürfnis der Familie des 38-Jährigen über die Frage, ob die künstliche Ernährung eingestellt werden kann, um ihn sterben zu lassen. Die Ärzte hatten zusammen mit der Ehefrau Lamberts dafür entschieden, der Staatsrat, das oberste Verwaltungsgericht Frankreichs, hat im Juni 2014 die Entscheidung gebilligt. Nach Ansicht seiner Ärzte sind die Gehirnverletzungen des Wachkoma-Patienten nach einem Verkehrsunfall 2008 irreversibel.    

Doch die streng katholischen Eltern klagten vor dem EGMR auf einen Verstoß gegen das Recht auf Leben und das Verbot der Folter und unmenschlicher Behandlung. Für sie ist Lambert schwerstbehindert. Das Urteil der Straßburger Richter ist endgültig, eine Berufung dagegen nicht möglich.