Streamingdienst YouNow will Jugendschutz stärken

Der in Deutschland umstrittene Streaming-Dienst YouNow will deutlichere Regeln für jugendliche Nutzer schaffen. Über die Webseite und App können Nutzer in Echtzeit Videos von sich ins Netz schicken.

Streamingdienst YouNow will Jugendschutz stärken
Bernd Von Jutrczenka Streamingdienst YouNow will Jugendschutz stärken

YouNow trat jetzt dem Verein Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) bei, der sich um Jugendschutz bei Online-Angeboten kümmert.

Auf seiner Webseite veröffentlichte YouNow die Nutzungsregeln auf Deutsch sowie in einer einfacher geschriebenen Version speziell für Jugendliche. «Zeige dich nicht nackt», heißt es dort. «Vermeide aufreizendes Verhalten.» Wer gegen diese Vorgaben verstößt, der werde vorübergehend oder komplett von der Plattform ausgeschlossen. Außerdem gibt es Informationen für Eltern.

«Es ist wichtig, dass den Nutzern die Regeln vermittelt werden, dass sie darüber aufgeklärt werden, dass sie keine persönlichen Daten von sich preisgeben, dass sie sich nicht entblößen und dass Mobbing nicht erlaubt sein darf», sagte Otto Vollmers, Geschäftsführer der FSM. «Das Unternehmen ist auf uns zugekommen.» YouNow war in Deutschland heftig kritisiert worden. Jugendschützer und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig warnten vor der Plattform.