Streit in der AfD um Parteivorsitzenden Lucke

Zwei Monate vor dem Mitgliederparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) ist der Streit um die künftige Führungsstruktur der Partei voll entbrannt.

Streit in der AfD um Parteivorsitzenden Lucke
Marc Tirl Streit in der AfD um Parteivorsitzenden Lucke

AfD-Vize Alexander Gauland will verhindern, dass sich Bernd Lucke, der die Partei momentan gemeinsam mit Frauke Petry und Konrad Adam leitet, nächstes Jahr zum alleinigen Parteivorsitzenden wählen lässt. Man arbeite gerne mit Lucke zusammen, «aber nicht um den Preis einer Satzung, die das bewährte Modell mehrerer Parteisprecher abschafft», sagte Gauland der «Bild»-Zeitung.

Auf dem Parteitag Ende Januar in Bremen sollen die AfD-Mitglieder über eine neue Satzung entscheiden. Etwa drei Monate später soll die Führungsspitze dann neu gewählt werden. Lucke hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, die derzeitige Führungsstruktur behindere oft ein effektives Arbeiten. Parteikollegen halten es für wahrscheinlich, dass Lucke eine erneute Kandidatur für den Vorstand von einer entsprechenden Satzungsänderung abhängig machen wird.