Streit um Atomabkommen: Ex-Generäle stellen sich hinter Obama

«Wir müssen diplomatische Mittel ausschöpfen, bevor wir zu militärischen greifen», schrieben die Militärs in einem offenen Brief. Von allen verfügbaren Mitteln sei die Einigung mit Teheran die effektivste, um das Land am Bau von Atomwaffen abzuhalten. Zugleich stellten die drei Dutzend Generäle und Admirale klar: «Die militärischen Optionen bleiben auf dem Tisch.»

Vor wenigen Tagen hatten 29 Spitzenwissenschaftler - darunter Nobelpreisträger und frühere Atombombenbauer - den Deal in einem Brief an Obama unterstützt. Die Vereinbarung enthalte striktere Bedingungen als jeder andere Vertrag zur Rüstungskontrolle, der jemals zuvor ausgehandelt worden sei, hieß es in dem Schreiben.

Der US-Republikaner Jeb Bush würde das mit dem Iran vereinbarte Atomabkommen im Fall seiner Wahl zum Präsidenten rückgängig machen. «Es ist ein Deal, der extrem unklug ist», sagte der Ex-Gouverneur von Florida und Bewerber um die Kandidatur der Republikaner für das Präsidentenamt.

Den Kongress rief er auf, den Deal zu blockieren, denn er ebne den Iranern den Weg zu einer Atombombe. Amtsinhaber Barack Obama müsste bei Bushs Wahl also auch über seine im Anfang 2017 endende Amtszeit hinaus um den Deal fürchten, der auch sein politisches Vermächtnis sichern soll.