Streit um Züge: Bahn einigt sich mit Bombardier

Im Streit um Mängel an Regional- und S-Bahn-Zügen zahlt der Zughersteller Bombardier einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag an die Deutsche Bahn.

Streit um Züge: Bahn einigt sich mit Bombardier
Arno Burgi Streit um Züge: Bahn einigt sich mit Bombardier

Das verlautete aus Industriekreisen. Beide Unternehmen hatten sich nach jahrelangen Auseinandersetzungen außergerichtlich geeinigt. Die Vorwürfe, die beide Seiten vor Gericht geäußert hätten, seien erledigt, teilten Bahn und Bombardier am Freitag gemeinsam mit.

Es sei ihm ein persönliches Anliegen, das Verhältnis zum wichtigsten Kunden zu verbessern, erklärte der Chef der Bombardier-Zugsparte, Lutz Bertling. Bahnvorstand Gerd Becht betonte, auch künftig sollten «alle entstehenden Konflikte schneller und ohne Einbindung von Gerichten» gelöst werden.

Gestritten hatten die Unternehmen wegen Problemen mit der Neigetechnik sowie Achsen und Bremsen. Der Vergleich umfasst der Mitteilung zufolge Berliner S-Bahnen, Regional- und S-Bahnzüge in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sowie den Talent 2.

Die Bahn hatte Schadenersatz verlangt. Allein bei der Berliner S-Bahn ging es um 350 Millionen Euro, weitere Forderungen summierten sich laut Bahn ebenfalls auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Bombardier gehört zu den wichtigsten Zuglieferanten der Bahn.