Strengeres Sexualstrafrecht beschlossen - mehr Schutz für Opfer

In Deutschland gilt künftig ein erheblich strengeres Sexualstrafrecht, in dem erstmals der Grundsatz «Nein heißt Nein» festgeschrieben ist. Damit sollen die Rechte der Opfer von Sexualdelikten gestärkt und Grauzonen für Täter beseitigt werden. Der Bundestag verabschiedete das Gesetz heute in Berlin. Damit macht sich bald nicht nur strafbar, wer Sex mit Gewalt oder Gewaltandrohung erzwingt. Es soll vielmehr ausreichen, wenn sich der Täter über den «erkennbaren Willen» des Opfers hinwegsetzt. Dieser Grundsatz wurde mit allen 599 Stimmen von großer Koalition und Opposition verabschiedet.