Stromnetz besteht Sonnenfinsternis-Stresstest mit Bravour

 Das deutsche Stromnetz hat den Stresstest Sonnenfinsternis nach Einschätzung der Betreiber mit Bravour bestanden. Bundesweit habe es keine Engpässe oder Stromausfälle (Blackouts) gegeben.

Das berichteten übereinstimmend die Betreiber der großen Stromautobahnen. «Uns fällt ein großer Stein vom Herzen. Alles lief wunderbar», meinte der Geschäftsführer Systembetrieb bei 50Hertz, Dirk Biermann. 

Nach der maximalen Abdeckung der Sonne durch den Mond von je nach Ort bis zu 83 Prozent hätten die Netze innerhalb kürzester Zeit einen gewaltigen Solarstrom-Anstieg verkraften müssen: vom Tiefpunkt unter 7000 Megawatt auf bis zu 22 000 Megawatt in der Spitze. 

«Das ist ein gutes Signal für die Energiewende», meinte Biermann. Die Sonnenfinsternis galt als ernste Bewährungsprobe für den Vorreiter Deutschland, wo rund 39 000 Megawatt Solarleistung installiert sind.

Um die Netze während des Himmelsspektakels stabil zu halten, mussten die Experten nur minimal eingreifen. Zur Sicherheit hatten sie bundesweit bei Kraftwerken Reservestrom eingekauft - davon machten sie aber nur «moderat» Gebrauch. Das kostete etwa 3,5 Millionen Euro extra, für die Stromkunden eine überschaubare Hausnummer, da jährlich weit über 20 Milliarden Euro an Förderung für die Erneuerbaren Energien verteilt werden.