Stromtrassen: Kabinett beschließt Vorrang für teure Erdkabel

Um Bürgerproteste gegen die geplanten großen Stromautobahnen zu verringern, will die Bundesregierung die Leitungen vorrangig als Erdkabel unterirdisch verlegen lassen. Auch sollen bestehende Trassen stärker genutzt werden. Das beschloss das Bundeskabinett. Die Regierung kommt damit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer entgegen. Seehofer hatte monatelang gegen die beiden großen Trassenprojekte «Südlink» und «Südost» gekämpft, weil der Widerstand in Bayern gegen vermeintliche «Monstertrassen» mit bis zu 75 Meter hohen Masten besonders groß ist.