Struff verpasst im Davis Cup Überraschung gegen Simon

Davis-Cup-Debütant Jan-Lennard Struff hat eine Überraschung zum Auftakt des Erstrundenduells mit Frankreich nur ganz knapp verpasst.

Struff verpasst im Davis Cup Überraschung gegen Simon
Arne Dedert Struff verpasst im Davis Cup Überraschung gegen Simon

Der 24-Jährige verlor in Frankfurt am Main trotz einer starken Leistung das Auftakteinzel gegen den französischen Spitzenspieler Gilles Simon mit 6:7 (4:7), 6:2, 7:6 (7:1), 2:6, 8:10. Die Nummer 14 der Welt verwandelte nach 4:24 Stunden ihren ersten Matchball.

Für Struff war es bei seiner dritten Nominierung der erste Einsatz für Deutschland. Im zweiten Einzel stehen sich die deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber und der Franzose Gael Monfils gegenüber.

«Natürlich war ich am Anfang etwas nervös, aber das hat sich schnell gelegt», sagte Struff nach seiner trotz der Niederlage beeindruckenden Deutschland-Premiere im TV-Sender «Sat1 Gold». «Ich habe versucht, Punkt für Punkt zu spielen und Druck zu machen. Am Ende war Gilles leider etwas besser.»

Struff zeigte von Anfang an eine couragierte Leistung. Von Nervosität war beim Sauerländer kaum etwas zu spüren. Obwohl er den ersten Satz unglücklich mit 4:7 im Tiebreak verlor, blieb er seiner Linie treu und brachte den klar favorisierten Simon immer wieder mit druckvollen Schlägen in Bedrängnis.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang Struff das erste Break der Partie. Zwar musste er wenig später ebenfalls erstmals seinen Aufschlag abgeben, doch nach zwei weiteren Breaks schaffte die Nummer 74 der Welt nach 1:32 Stunden den Satz-Ausgleich.

Danach lieferten sich Struff und Simon in ihrem ersten Duell überhaupt einen erbitterten Fight. Beide erlebten in der Folgezeit Höhen und Tiefen, aber dann sah es doch so aus, als würde sich der Franzose wieder einen Vorteil erspielen.

Doch Struff wehrte beim Stand von 4:5 drei Satzbälle ab und sicherte sich den Abschnitt wenig später im Tiebreak. Der neue Teamchef Michael Kohlmann sprang von der Bank auf und ballte die Faust, das Momentum lag auf Seiten der Gastgeber.

Allerdings ließ die Konzentration bei Struff nach, so dass sich Simon den vierten Satz schnell mit 6:2 sichern konnte. Im entscheidenden Durchgang war der Warsteiner dann aber wieder voll da, in der voll besetzten Fraport Arena entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beim Stand von 7:7 war Struff nur zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt, wenig später musste er sich aber doch geschlagen geben.