Studie: Internet als Wachstumstreiber

Der Internetverband eco rechnet bis 2016 jährlich mit einem soliden Wachstum der Branche in Deutschland. Der Umsatz soll pro Jahr zwischen 10,9 und 12,3 Prozent wachsen.

Studie: Internet als Wachstumstreiber
Ralf Hirschberger

Das prognostiziert eine Studie des Verbands und der Unternehmensberatung Arthur D. Little, die am in Berlin vorgestellt wurde. Damit sollen bis zu 80 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

«Das ist eine Herausforderung, diese Arbeitsplätze zu schaffen», sagte Harald Summa, Geschäftsführer des Verbandes. Es handele sich vielfach um Jobs für hoch qualifizierte Universitätsabsolventen. Dafür böten sich sogenannte duale Studiengänge an, bei denen Universitäten mit Unternehmen zusammenarbeiten. «Gerade in der Internetwirtschaft hat man da sehr gute Erfolge mit geschafft», sagte er.

Als besondere Wachstumstreiber sieht der Verband Dienstleistungen wie Online-Einkauf oder den Verkauf von Speicherplatz. Diese Bereiche werden von amerikanischen Internetunternehmen wie Amazon dominiert, doch die Autoren der Studie rechnen mit spezialisierten Angeboten aus Deutschland. «Wir sehen hier Chancen für den deutschen Mittelstand, Nischen zu besetzen», sagte Lars Riegel von Arthur D. Little. So folge beim Online-Handel auf die Riesen Amazon, Otto und Neckermann der Nischenanbieter Notebooks-billiger.de.

Doch ohne einen Ausbau der Internet-Infrastruktur werde das weitere Wachstum schwierig, sagte Summa. «Wir müssen dafür sorgen, dass der Breitbandausbau weitergeht.» Kunden erwarteten schnelle Internetverbindungen, das gehe am besten über neu zu legende Glasfaserkabel und nicht die bestehenden Kupfernetze.