Studie: Verbraucher vertrauen Lebensmitteln trotz Skandalen

Die jüngsten Lebensmittelskandale um Pferdefleisch und falsch markierte Bio-Eier haben das Vertrauen der Verbraucher kaum erschüttert. Drei Viertel der Kunden haben laut einer Umfrage eine gute bis ausgezeichnete Meinung von Lebensmitteln, die in Deutschland angeboten werden.

Studie: Verbraucher vertrauen Lebensmitteln trotz Skandalen
Patrick Pleul Studie: Verbraucher vertrauen Lebensmitteln trotz Skandalen

Knapp 60 Prozent der Befragten denken, dem Angebot hierzulande könne man vertrauen, heißt es in der am Donnerstag vorgestellten Studie von TNS Infratest im Auftrag des Branchenvereins Die Lebensmittelwirtschaft. Fast 80 Prozent beurteilen die Qualität positiv.

Je besser sich die Verbraucher über die in Deutschland angebotenen Lebensmittel informiert fühlten, desto eher gaben sie eine gute Bewertung ab. «Ich denke, dass jeder, der sich mit Lebensmitteln auskennt und gut informiert ist, wusste, dass es sich bei diesem Vorfall zum Thema Pferdefleisch nicht um eine gefährdende Situation gehandelt hat», erklärt der Geschäftsführer des Vereins, Stephan Becker-Sonnenschein, den Zusammenhang. Insgesamt denkt etwa jeder Zweite, dass er gut bis ausgezeichnet über das Angebot Bescheid weiß.

Die Studie nahm auch unter die Lupe, wie die Geschlechter Einkaufen und Kochen untereinander aufteilen. 70 Prozent der Frauen gaben an, das Einkaufen hauptsächlich zu übernehmen. Nur 40 Prozent der Männer fühlen sich für diese Aufgabe hauptverantwortlich. Außerdem kochen 45 Prozent der Frauen siebenmal die Woche und öfter. Nur jeder dritte Mann steht so häufig am Herd.

Für die Studie führte TNS Infratest von Ende Juni an gut 1000 Telefoninterviews mit Männern und Frauen ab 14 Jahren.