Stundenlanger Ausfall bei Geldautomaten der Sparkassen

Zehntausende Kunden in verschiedenen Bundesländern haben am Freitag kein Geld an Sparkassen-Automaten bekommen.

Wer an einem von mehreren Tausend Geldautomaten im Rheinland, Bremen, Saarland, Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg Bares abheben wollte, hatte Pech: Die Geräte spuckten weder Geld noch Kontoauszüge aus, auch Überweisungen waren unmöglich.

Grund für den Stillstand sei eine «recht flächendeckende Netzwerkstörung», sagte ein Sprecher der Frankfurter Finanz Informatik, die für die Sparkassen die Auszahlungsgeräte betreibt. Der zentrale IT-Dienstleister der Sparkassen betreut in diesen Regionen insgesamt 117 Institute.

Die Störung begann am Vormittag und hielt bis zum Nachmittag an. Es werde mit Hochdruck an einer Behebung der Probleme gearbeitet, hieß es. «Aber wann wieder alles reibungslos funktioniert, ist noch unklar.»

Bis dahin gibt es Bares bei vielen Instituten der Sparkassengruppe nur am Banktresen - oder gegen Gebühr bei der Konkurrenz. Allerdings sei der Ausfall selbst in den betroffenen Regionen nicht komplett, erklärte der Sprecher: «Es gibt Sparkassen, bei denen alles funktioniert.»

Das hänge von den Netzwerkleistungen ab, die die Finanz Informatik für die einzelnen Institute erbringe, sagte der Sprecher. Insgesamt dürften «mehrere Tausend» der rund 25 000 Automaten betroffen sein, die das Unternehmen bundesweit für die Sparkassen betreibt.

Neben den Geldautomaten legte die Störung auch Kontoauszugsdrucker lahm. Hingegen betonte der Sprecher: «Das Zahlen mit EC- oder Kreditkarten im Handel sollte ebenso möglich sein wie das Online-Banking.»