Sturm «Niklas» wird zum Orkan

Mit Spitzenböen von rund 150 Kilometern pro Stunde ist Sturmtief «Niklas» zum Orkan geworden. Es sei einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom deutschen Wetterdienst (DWD).

Sturm «Niklas» wird zum Orkan
Oliver Berg Sturm «Niklas» wird zum Orkan

Sein Sturm- und Orkanfeld wird nach Erwartungen der Meteorologen im Lauf des Dienstags weite Teile Deutschlands erfassen. Der DWD gab Unwetterwarnungen für große Teile des Landes heraus.

Für Hochlagen des Harzes und die Alpen galten Warnungen vor extremem Unwetter. Der Sturm könne Bäume entwurzeln, Gegenstände durch die Luft wirbeln und schwere Schäden an Gebäuden verursachen.

Besonders betroffen waren zunächst Teile von Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Extreme Orkanböen seien am Morgen auf der Zugspitze (164 km/h), dem Feldberg im Schwarzwald (151) und auf dem Weinbiet bei Neustadt an der Weinstraße (148) gemessen worden. Im Flachland habe es verbreitet Orkanböen von mindestens 118 Kilometern pro Stunde gegeben.

Die Stärke von «Niklas» komme nicht an «Wiebke» und «Vivian» heran, die Anfang 1990 verheerende Schäden anrichteten, sagte Kirchhübel. Und auch Orkan «Christian» am 28. Oktober 2013 sei mit Böen bis zu 172 Kilometern pro Stunde an der Küste stärker gewesen.