Sturmschäden behindern weiter den Bahnverkehr im Norden

Zugausfälle, geschlossene Schulen und Tausende Schadensfälle: Vor allem der Norden Deutschlands war zwei Tage nach Orkantief «Christian» weiter von den Folgen des Herbststurms betroffen.

Bahnpendler hatten am Mittwoch das Nachsehen, weil auf vielen Strecken - besonders zwischen Hamburg, Kiel und Flensburg aber auch in Niedersachsen und Bremen - die Züge laut Deutscher Bahn gar nicht oder nur eingeschränkt fuhren.

Die Gebäudeschäden gehen in die Millionen - allein der Versicherer Hamburger Feuerkasse bezifferte die Schadensfälle an Gebäuden in der Hansestadt auf 5000. In Flensburg fiel an Schulen erneut der Unterricht aus. Die schleswig-holsteinische Landesforstbehörde warnt weiter davor, Wälder zu betreten.

Orkantief «Christian» war am Montag mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 170 Kilometern je Stunde über Teile Europas gezogen und hatte in Deutschland vor allem in Norden zahlreiche Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und Chaos auf Autobahnen und im Bahnverkehr ausgelöst. Seit Sonntag gab es bundesweit mindestens sieben Sturmtote.

Zahlreiche Notstromaggregate waren in Schleswig-Holstein noch eingesetzt, zeitweise hatten 50 000 Haushalte orkanbedingt keinen Strom gehabt. Die Landespolizei bezifferte derweil die Einsätze von Montag in dem Bundesland auf 5000. Obwohl in den Leitstellen alle Plätze besetzt waren, konnten nicht alle Anrufe entgegengenommen werden. «An dem Tag waren wir an der Kapazitätsgrenze», sagte Lothar Gahrmann vom Landespolizeiamt.