Sturmtief im Nordwesten Spaniens

Ein Sturmtief hat im Norden Spaniens und Portugals Bäume umgeknickt und in mehreren Orten die Stromversorgung zusammenbrechen lassen.

Bei der Ortschaft Covas in der nordwestspanischen Region Galicien stürzte ein Baum auf die Gleise einer Schmalspurbahn und brachte einen Zug zum Entgleisen. Wie die Bahngesellschaft am Dienstag mitteilte, blieben die zehn Fahrgäste bei dem Unglück am Vorabend unverletzt. Sie wurden mit Taxis an ihre Reiseziele gebracht.

In der nordspanischen Region Kastilien-León wurden nach Angaben der Behörden vier Menschen verletzt, die von herabstürzenden Ästen oder umfallenden Verkehrsschildern getroffen wurden. Für die Atlantikküste in Galicien gaben die Behörden die höchste Alarmstufe. Dort wurden Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h und heftige Regenfälle erwartet. Allein in dieser Region waren rund 90 000 Haushalte vorübergehend ohne Strom, weil der Sturm Leitungen von den Masten gerissen hatte. Mehrere Landstraßen waren nach heftigen Regenfällen wegen Überschwemmungen nicht passierbar.

Auf dem Flughafen von Bilbao im Baskenland wurden am Dienstag wegen des Unwetters mehr als 20 Flüge gestrichen oder umgeleitet. Auch in dieser Region sowie in anderen Teilen Nordspaniens fiel mancherorts zeitweise die Stromversorgung aus.

Das Sturmtief war von Großbritannien in den Nordwesten Spaniens gelangt. Nach Vorhersagen des spanischen Wetteramts wurde erwartet, dass es sich auf andere Teile der Iberischen Halbinsel ausdehnen würde. Auch in Portugal gaben die Behörden Unwetterwarnungen aus. An der Atlantikküste wurde erwartet, dass die Wellen eine Höhe von bis zu 7,5 Metern erreichen könnten. In den vergangenen anderthalb Wochen waren südlich von Lissabon bei zwei Unglücken insgesamt zwölf Menschen im Meer ertrunken.