Hansi Müller legt Amt als VfB-Aufsichtsrat nieder

Der ehemalige Nationalspieler Hansi Müller hat sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied des VfB Stuttgart mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Hansi Müller legt Amt als VfB-Aufsichtsrat nieder
Bernd Weißbrod Hansi Müller legt Amt als VfB-Aufsichtsrat nieder

Das ehemalige Vorstandsmitglied des abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten zog damit die Konsequenz aus dem Wirbel nach seiner Ankündigung, Alexander Zorniger werde den Tabellenletzten in der kommenden Saison trainieren.

Er habe bei seinem Auftritt am 27. April in einer österreichischen TV-Sendung «ohne jedwede Absicht einen Fauxpas begangen», teilte Müller in einer vom VfB verbreiteten Presseerklärung mit. Das dadurch ausgelöste Medien-Echo habe besonders den VfB unnötig belastet. «Ich bedauere diesen Fehler außerordentlich und habe mich dafür auch bei den Verantwortlichen des Clubs in aller Form entschuldigt», sagte der 57-Jährige. «Für die damit verbundene, unberechtigte Kritik am VfB Stuttgart trage ich die Verantwortung und ziehe deshalb mit meinem Rücktritt die Konsequenzen dafür.»

Müller zählte vor seinem Wechsel zu Inter Mailand als Spielmacher zu den herausragenden Akteuren des VfB, für den er zwischen 1975 und 1982 in 186 Erstligaeinsätzen 65 Tore erzielte. Nach seiner Karriere übte er bei dem Verein mehrere Funktionen aus. 2011 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

«Diese Entscheidung von Hansi Müller verdient höchsten Respekt, ist richtig und nachvollziehbar», sagte VfB-Präsident Bernd Wahler. Der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Schmidt dankte Müller für «die jahrelange engagierte und konstruktive Zusammenarbeit».

Zorniger wird seit langem als Nachfolger von Huub Stevens gehandelt. Müller hatte im Sender Servus TV gesagt: «Der Alexander Zorniger wird in der neuen Saison den VfB trainieren.» Die Verantwortlichen des Traditionsvereins betonten indes mehrfach, die Trainerfrage werde erst nach dem Klassenverbleib entschieden.