Südamerika will gemeinsam FIFA-Skandal untersuchen

Staatsanwälte aus sechs südamerikanischen Ländern haben sich zu koordinierten Ermittlungen zu den regionalen Ausläufern des Fifa-Skandals verpflichtet.

Südamerika will gemeinsam FIFA-Skandal untersuchen
Jose Jacome Südamerika will gemeinsam FIFA-Skandal untersuchen

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe solle der Korruption im Fußball entgegenwirken, erklärte der ecuadorianische Generalstaatsanwalt Galo Chiriboga nach einem Treffen mit Kollegen aus Brasilien, Argentinien, Paraguay, Peru und Bolivien in Guayaquil.

Mehrere führende südamerikanische Fußballfunktionäre sind in den Korruptionsskandal des Fußball-Weltverbands Fifa und Geldwäsche-Ermittlungen in ihren Ländern verwickelt. Unter ihnen befinden drei frühere Präsidenten der südamerikanischen Konföderation Conmebol, die Paraguayer Nicolás Leoz und Juan Ángel Napout sowie der Uruguayer Eugenio Figueredo. Napout wurde in die USA ausgeliefert, gegen Leoz läuft in Paraguay ein Auslieferungsgesuch der New Yorker Justiz. Für Figueredo forderte die Anklage in Uruguay sechs Jahre Haft.

In Ecuador sitzen ein ehemaliger Präsident des nationalen Fußballverbands und zwei seiner nächsten Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Haft. Gegen einen Ex-Chef des peruanischen Verbands läuft ein Auslieferungsverfahren in die USA. In Brasilien wird gegen drei ehemalige Vorsitzende des mächtigen Fußballverbands CBF ermittelt. Und in Bolivien ist die gesamte Führung des Fußballverbands FBF festgenommen worden.