Südkorea hofft auf bessere Beziehungen zu Nordkorea

Nach der Entschärfung der jüngsten Krise auf der koreanischen Halbinsel hat Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye ihre Hoffnung auf bessere Beziehungen zu Nordkorea geäußert.

Südkorea hofft auf bessere Beziehungen zu Nordkorea
South Korean Ministry / Handout Südkorea hofft auf bessere Beziehungen zu Nordkorea

Es sei aber jetzt wichtig, dass die Vereinbarungen umgesetzt würden, wurde Park am Dienstag von einem Sprecher des Präsidialamts in Seoul zitiert. Sie hoffe, Nordkoreas «Bedauern» wegen der jüngsten Grenzzwischenfälle werde den Weg zu besseren Beziehungen ebnen.

Im Zuge dessen hatte die südkoreanischen Regierung nach eigenen Angaben auch seine gegen Nordkorea gerichtete Lautsprecher-Propaganda eingestellt. Die Beschallungsaktion an der Grenze sei wie vereinbart beendet worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Nordkorea versprach, zeitgleich den «Quasi-Kriegszustand» seiner Grenztruppen aufzuheben. Pjöngjang hatte Seoul wegen der Lautsprecher-Durchsagen mit Militärschlägen gedroht. 

Vertreter beider Länder hatten in der Nacht zuvor nach dreitägigen Gesprächen über Entspannungsschritte eine Einigung erzielt. Nordkorea versprach, den «Quasi-Kriegszustand» aufzuheben; Südkorea sagte zu, seine Lautsprecher-Propaganda gen Norden zu stoppen. Nordkorea hatte wegen der Beschallungsaktion an der Grenze mit Militärschlägen gedroht. Zudem hieß es in der Vereinbarung, Nordkorea bedauere die Verletzung von zwei südkoreanischen Soldaten durch eine Landminenexplosion an der Grenze. Pjöngjang hatte zuvor bestritten, nordkoreanische Soldaten hätten auf südkoreanischer Seite der Grenze Minen vergraben.    

Die USA, Japan und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßten die Einigung zwischen Seoul und Pjöngjang. Der vereinbarte Dialog werde hoffentlich helfen, «um alle möglichen zukünftigen Probleme auf der Halbinsel im Griff zu behalten», sagte Ban.