Super-Taifun bricht über die Philippinen herein

Einer der gefährlichsten Taifune seit Jahrzehnten ist über die Philippinen hereingebrochen und hat mindestens ein Menschenleben gefordert. Taifun «Haiyan» erreichte am frühen Morgen die philippinische Ostküste rund 650 Kilometer südöstlich von Manila.

Super-Taifun bricht über die Philippinen herein
Francis R. Malasig Super-Taifun bricht über die Philippinen herein

Hunderttausende Menschen waren auf der Flucht. Das amerikanische Taifun-Warnzentrum (JTWC) sprach wegen der Windstärke von einem «Super-Taifun».

In der Region fielen Strom und Telefone aus. Über das Ausmaß von Schäden und die Zahl der Opfer lagen deshalb zunächst keine umfassenden Angaben vor. Ein Mann wurde in der Ortschaft Lingig auf der Flucht von einem umstürzenden Strommasten erschlagen, wie die Behörde für Katastrophenschutz mitteilte. Überall versperrten umgefallene Bäume die Straßen, Häuser wurden beschädigt.

In der Region und in Nachbarprovinzen waren Schulen und Behörden geschlossen geworden. Zwölf Flughäfen stellten den Verkehr ein, ebenso die Fährhäfen. Der Katastrophenschutz richtete zahlreiche Notunterkünfte ein.

Der philippinische Wetterdienst schätzte die Spitzengeschwindigkeiten auf 275 Kilometern in der Stunde. Das ist deutlich mehr als die Schwelle zur gefährlichsten Taifun-Kategorie. Die liegt bei Windgeschwindigkeiten von etwa 185 Kilometern in der Stunde. «Haiyan» war damit gefährlicher als Taifun «Bopha», durch den 2012 auf der Insel Mindanao 1800 Menschen ums Leben kamen.