Swiss-Re-Katastrophenbilanz: Gesamtschaden geringer als 2012

Der durch Naturkatastrophen, Unglücke und Unfälle verursachte wirtschaftliche Gesamtschaden ist im laufenden Jahr einer Studie zufolge deutlich gesunken.

Swiss-Re-Katastrophenbilanz: Gesamtschaden geringer als 2012
Steffen Schmidt Swiss-Re-Katastrophenbilanz: Gesamtschaden geringer als 2012

Im Vergleich zu 2012, dem drittteuersten Schadensjahr in der Geschichte, verringerten sich die versicherten und nicht versicherten Schäden um ein Drittel auf 130 Milliarden US-Dollar, wie der Rückversicherer Swiss Re auf Basis einer vorläufigen Studie mitteilte. Die Zahl der Todesopfer stieg allerdings deutlich: Die Katastrophen forderten insgesamt etwa 25 000 Menschenleben, im Vorjahr waren es 14 000.

Die Überschwemmungen in Deutschland sowie in Zentral- und Osteuropa im Juni waren mit 18 Milliarden Dollar (Vorjahr: 13 Milliarden Euro) am schlimmsten. Der Versicherungsschaden lag bei 4,1 Milliarden Dollar. Hagelsturm Andreas schlug im Juli mit 3,4 Milliarden Versicherungsschaden zu Buche.

Nach jetzigen Berechnungen kommt auf die Versicherungsbranche für 2013 ein Schaden von 44 Milliarden Dollar zu (Vorjahr: 81 Mrd Dollar). Ähnlich wie im Vorjahr verursachten sogenannte Man-made-Katastrophen versicherte Schäden von sechs Milliarden Dollar.

Zu diesen von Menschen verursachten Katastrophen zählen zum Beispiel Eisenbahnunglücke oder Havarien wie die des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» im Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio.

Die hohe Zahl der Toten in diesem Jahr geht vor allem auf den Taifun Haiyan auf den Philippinen im November zurück. Dabei waren mitunter die stärksten je registrierten Windstärken gemessen worden. Haiyan forderte mehr als 7000 Todesopfer, die höchste Opferzahl eines einzelnen Ereignisses im Jahr 2013, wie die Munich Re schreibt.

Teurer für die Branche als 2012 waren einzig die Jahre 2011, als Rekorderdbeben und Überschwemmungen zu versicherten Schäden von über 126 Milliarden Dollar beitrugen. 2005 verursachten allein die Hurrikane «Katrina», «Wilma» und «Rita» Kosten von über 100 Milliarden Dollar. Im Vergleich dazu verlief die Hurrikan-Saison 2013 glimpflich. Die Erfassung der Naturkatastrophen startete im Jahr 1970.