AC/DC-Schlagzeuger Rudd vor Urteilsverkündung    

Während die Rockband AC/DC erfolgreich durch Europa tourt, wartet der langjährige Schlagzeuger Phil Rudd in Neuseeland auf eine Schicksalsentscheidung: An diesem Donnerstag erfährt er, ob er ins Gefängnis muss.

AC/DC-Schlagzeuger Rudd vor Urteilsverkündung    
Ross Setford AC/DC-Schlagzeuger Rudd vor Urteilsverkündung    

Rudd (61) ist wegen einer Morddrohung und Drogenbesitzes angeklagt. Er hatte beides vor Gericht in der neuseeländischen Stadt Tauranga eingeräumt. Sein Anwalt plädiert aber auf Freispruch.

«Unser zentraler Punkt ist, dass die Folgen einer Verurteilung in keinem Verhältnis zu dem stehen, was tatsächlich passiert ist», sagte Craig Tuck der Nachrichtenagentur dpa. «Ihm wird ein aufgebrachter Telefonanruf mit einer Drohung vorgeworfen und Besitz von Cannabis und Methamphetamin.» Ein Bekannter hatte Rudd im November angezeigt. Zunächst warfen die Ankläger Rudd vor, er habe einen Auftragskiller engagieren wollen. Das wurde aber mangels Beweisen fallen gelassen.

Rudd spielt mit Unterbrechungen seit 1975 in der Hardrock-Band AC/DC. Das Verhältnis zu den anderen Musikern ist aber seit längerem gestört. Phil Rudd sei nicht mehr der Alte, sagte Band-Gründer Angus Young nach der Anklage in einem Zeitungsinterview. Er habe lange nichts von Young gehört, ihm aber geschrieben, sagte Rudd im Mai in einem Fernseh-Interview. «Es wird eine neue AC/DC-Tour geben und ich werde wieder dabei sein», meinte er.

Die Rocker sind zurzeit mit Chris Slade als Schlagzeuger unterwegs. Zum Tourneestart in Nürnberg kamen im Mai 75 000 Fans. Am 12. Juli spielt die Gruppe laut Tourneeplan in Gelsenkirchen.

AC/DC gehört zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Die Band wurde vor mehr als 40 Jahren in Australien gegründet. Sie hat mehr als 200 Millionen Alben verkauft. Angus Youngs Bruder Malcolm stieg im vergangenen Jahr aus. Er leide an Demenz und lebe in einem Heim, teilte die Band mit.