Tausende betroffen: Bombenentschärfung in Berlin und Koblenz

Tausende Menschen müssen in Berlin und Koblenz wegen der Entschärfung von Weltkriegsbomben heute ihre Häuser verlassen. Die Berliner Polizei begann am Morgen damit, Anwohner rund um den Fundort einer Fliegerbombe nahe dem Jüdischen Museum in Kreuzberg in Sicherheit zu bringen.

Tausende betroffen: Bombenentschärfung in Berlin und Koblenz
Paul Zinken Tausende betroffen: Bombenentschärfung in Berlin und Koblenz

Mit Flugblättern waren die Anwohner bereits am Samstag über die Evakuierung in einem Sperrkreis von mehreren hundert Metern um das Museum informiert worden. Bis zu 11 000 Menschen könnten betroffen sein. Zwei U-Bahnlinien wurden teilweise unterbrochen, Busse umgeleitet.

Die 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe war bei Bauarbeiten entdeckt worden und soll nun entschärft werden. Wie lange der Einsatz dauern wird, ist laut Polizei schwer abzuschätzen.

In Koblenz waren rund 5000 Anwohner betroffen: Der Sicherheitsradius betrug 500 Meter. Der US-amerikanische 250-Kilogramm-Blindgänger wurde am vergangenen Mittwoch bei Bauarbeiten an einer Grundschule gefunden. Die in vier Meter Tiefe liegende Bombe mit zwei Zündern ist laut dem Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz schwer zugänglich. Daher könnte sich die Entschärfung mehrere Stunden hinziehen.