Tausenden gelingt Flucht durch Kanadas brennende Ölregion

Drei Tage sind sie vom Feuer eingeschlossen gewesen. Jetzt haben sich Tausende Evakuierte der Stadt Fort McMurray in Kanadas Ölprovinz Alberta endlich in Sicherheit bringen können.

Tausenden gelingt Flucht durch Kanadas brennende Ölregion
Rcmp Alberta / Handout Tausenden gelingt Flucht durch Kanadas brennende Ölregion

Von Hubschraubern überwacht und der kanadischen Polizei begleitet, traten sie ihren Weg vom Norden der Stadt durch das immer noch brennende Fort McMurray in den Süden an. Anderen stand die Flucht aus dem Flammen-Inferno noch bevor.

Nach Angaben des Fernsehsenders CTV hatten ursprünglich 25 000 Bewohner der Stadt in ihrer Panik die falsche Richtung gewählt. Sie flüchteten in den Norden, als Fort McMurray evakuiert wurde. Die Straßen gen Süden waren verstopft, und die Feuerwalze mit ihren dichten Rauchschwaden rückte immer näher. Dann fraß sich das Feuer durch die Stadt, vernichtete Hunderte von Wohnhäusern und schnitt den Evakuierten im Norden den Weg ab.

Am Freitag drehte sich der Wind in Richtung Südosten und bot den Rettungskräften der Provinz Gelegenheit, die Eingeschlossenen über die einzige Durchgangsstraße der Stadt in den Süden zu lotsen. Zuvor waren laut CTV bereits 7000 Menschen ausgeflogen worden, die in den Lagern für Arbeiter der Ölförderindustrie vorübergehend untergekommen waren.

«Die Lage in der Stadt hat sich etwas beruhigt. Aber wir haben immer noch Männer im Einsatz, die das Feuer bekämpfen und unser Eigentum vor Schaden zu bewahren versuchen», teilte der Chef von Fort McMurrays Feuerwehr, Darby Allen, mit. «Das Ungeheuer (von Feuer) ist noch immer da. Es umzingelt unsere Stadt, und wir tun alles, was wir können, für euch».