Tebartz-van Elst könnte Zwangsverwalter bekommen

Im Finanzskandal der Diözese Limburg könnte der umstrittene Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Art Zwangsverwalter bekommen. Es gebe mehrere Szenarien, sagte der Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan, Pater Bernd Hagenkord, im rbb-inforadio.

Neben einem Rücktrittsangebot gebe es eine zweite Möglichkeit: «Es könnte auch einen so genannten Co-Adjutor geben, also eine Art Zweit-Bischof, der die Amtsgeschäfte mit übernimmt.»

Zudem sei auch eine apostolische Visitation denkbar, «also dass der Papst eine Untersuchungskommission bestimmt», sagte Hagenkord. Allerdings gibt es bereits eine Prüfgruppe der Deutschen Bischofskonferenz. Wann sie Ergebnisse vorlegen wird, ist nicht bekannt.

Dem Bischof wird vorgeworfen, die Baukosten seiner Bischofsresidenz systematisch verschleiert und durch luxuriöse Sonderwünsche ständig erhöht zu haben.