Techniker suchen Grund für unterbrochenen Germanwings-Flug

Der wegen einer Warnmeldung im Cockpit nach Stuttgart abgedrehte Airbus von Germanwings wird von Technikern der Lufthansa untersucht.

Die Inspektion der Maschine, die von ihrer Flugroute Köln-Venedig am Samstag abwich und in der baden-württembergischen Landeshauptstadt aufsetzte, dauert nach Unternehmensangaben noch an. Weitere Angaben machte die Airline zunächst nicht.

Germanwings hatte nach dem Zwischenfall betont, dass die Landung der Maschine eine Vorsichtsmaßnahme gewesen sei. Der Flughafen sprach von einer Notlandung.

Die Instrumente im Cockpit des Airbus vom Typ A319 hatten auf der Route von Köln nach Venedig einen Ölverlust angezeigt, ein Triebwerk wurde abgeschaltet. Der Kapitän entschied daraufhin, die Maschine in Stuttgart aufzusetzen und die Warnung überprüfen zu lassen.

Der Airbus setzte einen Notalarm ab, der bei Flughafenfeuerwehr und Rettungskräften einen Großalarm auslöste. Dieser wurde nach der geglückten Landung wieder aufgehoben. Die 123 Passagiere blieben unverletzt und konnten ihre Reise in einem Ersatzflugzeug fortsetzen.

Ähnliche Zwischenfälle wie den am Samstag erlebt der Stuttgarter Flughafen zwischen fünf- und zehn Mal im Jahr, wie Geschäftsführer Georg Fundel sagte. Dazu zähle er auch medizinische Notfälle an Bord, oder wenn im Cockpit nicht richtig angezeigt werde, ob das Fahrwerk eingerastet sei. Jeder Notfall verlaufe jedoch anders, so der Flughafenchef. Die Crew des Airbus A319 habe einwandfrei reagiert.