Teil neuer Autobahnbrücke stürzt ein: Mindestens zwei Tote

Der Neubau einer Brücke für die Autobahn 7 ist eingestürzt und hat mindestens zwei Bauarbeiter in den Tod gerissen. Diese Zahl nannte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch. Ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Schweinfurt sprach am Abend dagegen von drei Toten und zwölf Verletzten.

Teil neuer Autobahnbrücke stürzt ein: Mindestens zwei Tote
Nicolas Armer Teil neuer Autobahnbrücke stürzt ein: Mindestens zwei Tote

Fünf Rettungshubschrauber sowie Hundestaffeln seien in Unterfranken im Einsatz. Hinzu kämen mehr als 150 Helfer von Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Die Polizei richtete ein Info-Telefon für Angehörige ein.

Ein Teilstück der neuen Brücke war auf einer Länge von 40 Metern eingestürzt und hatte mehrere Arbeiter mit sich gerissen. «Wir können nicht ausschließen, dass sich unter den Trümmern noch weitere Personen befinden», sagte ein Polizeisprecher.

Insgesamt arbeiteten 20 Arbeiter auf der Baustelle. Die Fahrbahn des neuen Brückensegments stürzte rund 20 Meter in die Tiefe. Dabei stürzte auch ein Baugerüst ein. Das Unglück ereignete sich direkt über einer Landstraße, die unter der Brücke entlang führt. Ob dort Autos fuhren, als das Brückenteil herabstürzte, war zunächst unklar.

Innenminister Herrmann zeigte sich sehr betroffen über das Unglück. «Den Angehörigen spreche ich mein tiefstes Beileid aus. Den Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung», sagte er nach Mitteilung seines Ministeriums.

Die betroffene Talbrücke Schraudenbach nahe Werneck zwischen der Raststätte Riedener Wald und dem Kreuz Schweinfurt/Werneck ist etwa 50 Jahre alt und gilt als marode. Sie soll abgerissen und neu errichtet werden.

Der Verkehr auf der Autobahn 7 sei von dem Unglück nicht direkt betroffen, da er noch über die alte Brücke laufe, sagte die Polizei. Wegen Schaulustigen sei ein Stau entstanden, es bestehe jedoch keine Gefahr für den laufenden Verkehr.