Terror-Verdächtiger distanziert sich von radikalem Islamismus

In einem Terrorprozess in München hat sich der Angeklagte zum Auftakt des Verfahrens von radikalem Islamismus und Dschihad distanziert.

Er habe nicht die von der Bundesanwaltschaft behauptete Zielsetzung, hieß es in einer Erklärung, die sein Anwalt im Prozess vor dem Oberlandesgericht vorlas. Zu den konkreten Vorwürfen äußerte er sich zunächst nicht. Er erklärte sich aber bereit, umfassend auszusagen.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 27-jährigen gebürtigen Münchner, der auch einen afghanischen Pass hat, vor, als Mitglied der Gruppe «Junud Al-Sham» am Terror in Syrien beteiligt gewesen zu sein. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland lehne er ab. Der Name der Gruppe bedeutet übersetzt so viel wie «Die Soldaten Syriens». Der Mann muss sich wegen gemeinschaftlichen Mordes, versuchter Anstiftung zum Mord und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Syrien verantworten.

Der Prozess begann unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Die Justizbeamten an der Sicherheitsschleuse trugen schusssichere Westen, vor Prozessbeginn wurde der Gerichtssaal mit einem Bombenspürhund durchsucht.