Terroranschläge an Brüsseler Flughafen und Metrostation

Bei den Explosionen in Brüssel hat es sich um Terroranschläge gehandelt. Das sagte der belgische Premierminister Charles Michel bei einer ersten Pressekonferenz und sprach von vielen Toten und vielen Verletzten.

Terroranschläge an Brüsseler Flughafen und Metrostation
Laurent Dubrule Terroranschläge an Brüsseler Flughafen und Metrostation

Allein bei der Explosion in der Metrostation Maelbeek sind nach Angaben des belgischen Senders VRT etwa 10 Menschen ums Leben gekommen. Die Gesamtzahl der Opfer - also am Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn - dürfte damit mindestens 23 betragen.

Zuvor hatte VRT von mindestens 13 Toten und 35 Verletzten am Flughafen berichtet. Nach einem VRT-Bericht wurden die Explosionen von mindestens einem Selbstmordattentäter verursacht. Eine Bestätigung der Polizei gab es dafür zunächst nicht.

Vor den Explosionen am Flughafen haben Zeugen Schüsse gehört. Eine Person habe etwas auf Arabisch gerufen, berichteten mehrere Menschen vor Ort der Nachrichtenagentur Belga.

Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde nach Angaben eines Sprechers von Innenminister Jan Jambon auf das höchste Niveau angehoben.

Der Verkehr zum Flughafen ist auf Anordnung der Polizei unterbrochen, wie das Bahnunternehmen SNCB über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Flüge nach Zaventem werden umgeleitet. Der Frankfurter Flughafen darauf ein, umgeleitete Passagierjets aus der belgischen Hauptstadt aufzunehmen.

Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys hat seine Fahrten über Belgien eingestellt. Auf seiner französischen Twitter-Seite empfiehlt das Unternehmen, alle Reisen zu verschieben. Fahrkarten, die für den 22. und 23. März gebucht sind, können Reisende kostenlos umtauschen oder sich erstatten lassen. Auch die Deutsche Bahn hat ihren Zugverkehr zwischen Aachen und der belgischen Hauptstadt eingestellt.